WAS für immer ist umgezogen!

Zeit für ein neues Gewand! Ab sofort ist WAS für immer unter wasfuerimmer.de zu erreichen. Ich freue mich über euren Besuch! PS: Die mobile Version lässt noch zu wünschen übrig, das wird sich im Laufe der nächsten Monate aber ändern, versprochen.


Ich kam, sah und liebte – Kunstmuseum Bonn

Außenansicht Kunstmuseum Bonn, Courtesy Kunstmuseum Bonn

Überzeugt. Das Kunstmuseum Bonn ist eine Bereicherung für die Stadt, ja für ganz Deutschland und die Kunst an sich. Schon die Fassade lockt gekonnt. Der helle Bau von Axel Schultes mit seinen drei Eingängen und den schlanken Rundpfeilern wirkt angenehm offen. Im Inneren werden die überwiegend deutschen Werke mehr als angemessen präsentiert. Ihre Anordnung ist gut durchdacht: großzügig, aber nicht verschwenderisch, farblich und thematisch passend.

Comet, 1964, Aquarell auf Aquarellpapier, Privatsammlung Frankfurt a. M, Foto: Alexander Beck u. Mit gelbem Bogen, 1966, Gouache auf festem Karton, Privatbesitz; Foto: Ernst-Otto Thomas

Aktuell dürfen hier die Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen von Ernst Wilhelm Nay durchatmen. Die 150 Papierarbeiten sind noch bis 3. Februar 2013 zu sehen, bevor sie in die Schweiz ziehen. Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) vertritt wie viele Künstler im Kunstmuseum Bonn die klassische Moderne. Typisch für seine Bilder sind die kräftigen Farben, die das Bildmotiv in Bewegung setzen. Betrachtet man Nays Schaffenswerk in historischer Reihenfolge, lässt sich die zunehmend untergeordnete Rolle der Form schnell erkennen – anfangs noch figürlich, werden die Bilder immer “fugenartiger” und damit gegenstandslos.

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Artlife Crisis in der Motorenhalle

Text: Jost T., Fotos: Theresa Senk

Fünf parallel angeordnete Neonleuchten, die in ausgewählten Farben leuchten. Drumherum renovierungsbedürftige Häuserwände mit dem, was allgemein wohl als Streetart bezeichnet wird. Das muss sie sein, die Motorenhalle in Dresden. Die Vernissage hat bereits begonnen, im Halbkreis aufgestellt lauschen ca. zwanzig Leute einer Dame, wahrscheinlich die Kuratorin.

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Grünes Licht für die Spinner(ei) in Leipzig

Fotos: Theresa Senk

Leipzigs ehemalige Baumwollspinnerei bezeichnet sich selbst als “Kosmos der Kunst, der weltweit seinesgleichen sucht”. Da ich streng genommen nur einen kleinen Teil der Welt kenne, lasse ich das an dieser Stelle so stehen und komme mit 80 Jahren noch einmal drauf zurück. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass jemand das große Areal enttäuscht verlässt und gebe schon mal grünes Licht. Wer die Spinnerei von der besten Seite sehen will, besucht sie am besten ganz spontan am kommenden Wochenende zum großen Herbstrundgang der Spinnerei-Galerien. Dreimal im Jahr findet so ein Rundgang statt – ein guter Anlass, um nach Leipzig zu kommen.

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Euphorie & Hysterie: Stereo Total Favoriten

Foto: Jose Maria

Anlässlich ihres neuen  Albums “Cactus Versus Brezel” läuft bei mir seit ein paar Wochen Stereo Total. Zu viel Spaß macht die Musik, als dass ich sie schon wieder beiseite gelegt hätte. Woran das liegt? Françoise Cactus und Brezel Göring entziehen sich noch immer erfolgreich den Konventionen der Musikindustrie. Sie klagen ohne jemals klagend zu klingen. Ihr Humor ist ansteckend. Ihre Frechheit ebenfalls. Die Anzüglichkeit erträglich, der Stilmix sagenhaft. Und, französischer Akzent ist nunmal sexy – auch wenn Françoise meine Mutter sein könnte, sie bleibt eben Für immer 16. Grund genug, euch meine Favoriten mit ein bisschen Euphorie – oder auch Hysterie – vorzustellen.

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Vitra-Abstecher im Dreiländereck

Fotos: Theresa Senk

“Design kann aus einem kleinen grauen Leben kein großes, helles, buntes machen – das kann nur der Mensch, der dieses Leben lebt”, sagte einmal George Nelson, einer der frühen Vitra-Designer. Damit ist klar: Wer unglücklich ist, den wird auch Design nicht glücklich machen, genauso wenig wie Kunst, Literatur und Musik. Wer aber das helle, bunte Leben umarmt, kann Vitra in der Regel etwas abgewinnen. Hier geht es nämlich um die kleinen Details, die das Leben schön machen.

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Leseidee: ART&MUSIC Summer Issue featuring Harland Miller

Fotos: Theresa Senk

Was für eine Überraschung, die Sommer-Ausgabe von ART&MUSIC ist die beste seit langem! Und weil der Sommer noch lang und diese Lektüre teils zeitlos ist, möchte ich sie euch empfehlen. Für alle, die das ART&MUSIC-Magazin der britischen Saatchi Gallery noch nicht kennen: Wie der Name vermuten lässt, ist’s gefüllt mit Künstler-Interviews, Musik- und Ausstellungskritiken. Um Literatur und das schöne Storytelling im Allgemeinen dreht sich die in London produzierte Print-Perle ebenfalls. Und wer hat’s erfunden? Gemma de Cruz (art writer) und David Sheppard (music journalist), die sich natürlich der journalistischen Unabhängigkeit und der furchtlosen Recherche verschrieben haben. Wenn euch die popkulturellen Exemplare von Frieze oder The Face gefallen, sollte euch auch das vierteljährlich erscheinde A&M-Mag überzeugen.

Und was macht die Sommer-Ausgabe so lesenswert? Vielleicht müsst ihr genau wie ich schon beim Vorwort grinsen, weil es euch an eigene Kaufentscheidungen erinnert. Ich skizziere: “You can’t judge a book by the cover” wird da von Bo Diddley zitiert. Im Anschluss folgt die Frage “Which of us (other, perhaps, than those who prefer their literature in homogenous ‘tablet’ form) hasn’t been seduced into buying a novel simply by its alluring jacket artwork?” Also ich habe mich schon dabei erwischt! Kommt allerdings nicht mehr so oft vor, man lernt aus Enttäuschungen. Trotzdem bietet das Cover ein Grundmaß an Orientierung. In der Regel greift man nicht nach Büchern, die einen so gar nicht interessieren.

Apropos Cover. Wie das Cover der aktuellen A&M-Ausgabe zeigt, sind einige Seiten dem britischen Autor Harland Miller gewidmet. Miller ist eigentlich Künstler, hat am Chelsea Art College studiert und war zwischendurch auch Musiker, merkte aber irgendwann, dass ihm das Schreiben leichter fällt. Im Jahr 2000 erschien seine Kult-Novelle “Slow Down Arthur, Stick To Thirty”, die jetzt endlich auf meiner Warteliste steht. “For me it was a book about a person whose imagination couldn’t accept his circumstances”, erklärt Miller im A&M-Interview. Klingt verwirrend, aber auch ziemlich attraktiv. Aktuell ist Miller mit seiner “Penguin Classics-Inspired Art” wieder im Gespräch. Der literarischen Glanzzeit  folgte nämlich die künstlerische; Seit 2002 zählt Miller zu den wichtigsten Young British Artists (YBA). Wenn ihr euch ein näheres Bild von seinem Werk machen wollt, schaut zum Beispiel bei artnet vorbei. Vielleicht gefällt euch dieses Zusammenspiel aus Kunst und Literatur ja genauso gut wie mir?


Kritik zur dOCUMENTA 13

Texttafeln von Ida Applebroog (Foto: Theresa Senk)

Nur alle fünf Jahre findet die 100-tägige documenta statt. Die 13. Ausgabe sollte freilich ein Highlight für mich werden. Die als “wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst” deklarierte Schau hinterlässt bei mir eigentlich genau das, was die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev bei den Besuchern auslösen wollte: Unsicherheit. Unsicherheit über mein Wissen. Unsicherheit über unser aller Verständnis von Kunst und der Welt, in der sie zuhause ist.  Die documenta und ich – das war also nicht Liebe, sondern Verwirrung auf den ersten Blick. Schlecht war’s auf keinen Fall, wie einzelne Arbeiten zeigen, aber schlussendlich verließ ich Kassel weder erstaunt noch großartig inspiriert, dabei hätte ich mich gerne verzaubern lassen.

Wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie man es sich vorgestellt hat, sucht man zuerst die Schuld bei sich selbst, und siehe da, ich werde fündig! Hätte ich mich vielleicht nicht überraschen, sondern den Gedanken “Wer etwas erfahren will, muss schon etwas wissen” aufgreifen und vorab fleißig den Ausstellungskatalog studieren sollen? Hätte ich doch zwei oder drei Tage bleiben sollen, um den bewussten Verzicht auf ein durchdachtes Konzept besser nachvollziehen zu können? Habe ich mit “Zusammenbruch und Wiederaufbau” das falsche Ausstellungsmotto erwischt, weil ich mich noch nie gerne mit Krieg beschäftigt habe? Waren mir Anton Zeilingers Experimente zur Quantenphysik zu weit weg von der Kunst, weil mir der Audioguide fehlte? Waren meine Erwartungen und die Abenteuerlust zu groß? Habe ich am Ende einfach zu viel übersehen? Oder hätte ich vor der Kunstaufnahme noch etwas essen sollen?

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Ein paar Werke auf der dOCUMENTA 13

Fotos: Theresa Senk

Noch 83 Tage ist die 13. Ausgabe der dOCUMENTA geöffnet. Gerade mal einen Tag war ich im beschaulichen Kassel, um die documenta und die Ideen ihrer künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev kennenzulernen. Alles habe ich nicht gesehen, aber für einen kleinen Einblick in die Arbeiten der etwa 190 teilnehmenden Künstler reicht es allemal. Als sich nach den ersten Metern im Fridericianum schon Ernüchterung einstellen wollte, stieß ich auf Dutzende Kartons mit Postern zum Mitnehmen. Hier handelt es sich um kopierte Seiten aus den persönlichen Notizbüchern der US-amerikanischen Malerin und Bildhauerin Ida Applebroog. Die mit Gesellschafts- und speziell mit Künstler-Klischees gespickten Texttafeln zum Umhängen gehören ebenfalls zu ihrem Werk.

Nächster Lichtblick: Ein Teppich, der aussieht wie ein Gemälde. Der perfekt gewebte Wandteppich wurde von der in Warschau geborenen Künstlerin Goshka Macuga in Auftrag gegeben und bildet afghanische Kulturschaffende vor den Ruinen des Darul-Aman-Palastes in Kabul ab. Um ein Wechselspiel zu bewirken, hängt in Kabul ein zweiter Teppich, der eine Szenerie aus Kassel zeigt.

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Rosinenpicker Pt.2 – mit Gardens & Villa, Icona Pop und Me And My Drummer

Bahn frei für den 2. Rosinenpicker. Keine lange Rede, nur ein Hinweis: Es geht direkt los!

Gardens & Villa – Spacetime: Diese wirklich wohlklingende Band aus Santa Barbara hat “Spacetime” schon letztes Jahr veröffentlicht und verdient gerade deshalb die erste Nummer des 2. Rosinenpickers. Ich behaupte einfach mal, dass mir diese spannende Mischung aus Synthie Pop, Wave und Psychedelic erst jetzt untergekommen ist, weil Gardens & Villa noch Geheimtipp-Charakter haben. Zumindest hierzulande. Ein bisschen. Dieser minimal nach den Stereophonics klingende Song ist neben dem dunklen “Black Hill” auf jeden Fall der Floh ihres Debütalbums.

Icona Pop – I Love It: AUFGEWACHT! “I Love It” ist seit ein paar Tagen mein Sommerhit 2012, entdeckt über einen Freund, dessen Geschmack ich öfter teile. Er bloggt übrigens auch unter One Week // One Band und dem Kürzel HNDRK … Man könnte meinen, bei Icona Pop ist die Sache klar: Dem quicklebendigen Schweden-Duo geht es doch nur um Spaß, Style und Unabhängigkeit. Wir dürfen uns aber Hoffnungen machen, dass Icona Pop alias Caroline Hjelt and Aino Neneh Jawo mehr sind als freche, gleichgültige Fashion-DJs. Und selbst wenn nicht: Unserem Wohlbefinden schadet eine wohl dosierte “I don’t care”-Mentalität sicherlich nicht. Leider gibt es “I Love It” noch nirgends zu kaufen, dafür hier in Endlosschleife zu hören – ohne das lästige 3-Minuten-Repeat.

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Ein Bogen um die Deichtorhallen

Fotos: Theresa Senk

Fast einen Monat ist es her, als ich während der Langen Nacht der Museen auf Antony Gormleys Horizon Field in der Deichtorhalle stand und die Kamera nicht mit hatte. Es ist nicht so, dass ich von dieser schwebenden, mit Klavierlack überzogenen Ebene gleich hingerissen war, aber ich mochte sofort den Ausblick von da oben und wollte ihn festhalten. Womöglich wird man dem Dach der großen Deichtorhalle nach dem Abbau von Gormleys Plattform nie wieder so nahe kommen. Ein Zweitbesuch stand damit fest – diesmal mit Kamera, um den Blick nach draußen einzufangen.

Zu meinem Pech ist das Fotografieren mit großen Kameras inzwischen verboten. Grund? Die Leute würden ihre Apparate auf den empfindlichen Boden stellen oder ihre Objektivdeckel versehentlich in die Tiefe fallen lassen. Optimistisch weist die Empfangsdame auf Fotohandys hin (hätte ja jeder dabei). Fehlanzeige. Das geplante Foto platzte. Unter diesen Umständen wollte ich das schwarze Luftschloß nicht noch einmal begehen und machte lieber einen Bogen um die Halle. Dabei sind diese Fotos entstanden; die hungrige Kamera steckte neugierig ihr Objektiv durch den Zaun.

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It’s A Shame About The Lemonheads

Foto: Theresa Senk

Was? Die Lemonheads spielen in Hamburg im Übel und Gefährlich? Ich dachte, ich lese nicht richtig. Ohne zu überlegen bestellte ich auf den letzten Drücker Karten zum Selbstausdrucken. Ich vergaß meine Maxime, mir keine Bands anzuschauen, die sich schon vor meiner Geburt gegründet und viele Jahre reichlich Crack zu sich genommen haben. Erst kurz vor dem Konzert machte ich mir ernsthaft Gedanken über die Qualität des Abends, schließlich waren die Lemonheads schon immer ganz schön schrammelig und ihr einziges Original-Mitglied – Sänger und Gitarrist Evan Dando – könnte durch sein. Ich beruhigte mich damit, dass die Karten immerhin nicht teuer waren und ich mir im Zweifelsfall die Zugabe sparen könnte. Natürlich war der günstige Kartenpreis auch irgendwie verdächtig.

Tatsächlich verließ ich das Konzert am Ende leicht schockiert. Was für ein Fake. Niemand kann mir erzählen, dass Evan Dando zum 20-Jährigen von It’s A Shame About Ray einfach ein bisschen Spaß haben wollte. Eine missglückte Marketingidee war das. Vielleicht die letzte Gelegenheit, um noch mal ein bisschen Geld zu machen. Dabei sah es zunächst gar nicht schlecht aus. Die Setlist stimmte und die ersten drei, vier Songs fiel die schier gewaltige Demotivation Dandos gar nicht auf. Gerade als ich dachte, dass mich nur seine im Geschrammel untergehende Stimme ein wenig stört, verschwand die Band, und nur Dando betrat wieder die Bühne und legte einen Solo-Part mit Akustik-Gitarre ein.

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Beobachtungen eines Reisenden: strange and quiet places von Wim Wenders

Wim Wenders: Street Corner Butte, Montana, 2003, Courtesy Wenders Images

Oh wie ich mich am Sonntag gefreut habe, mal wieder nach Harburg in die Sammlung Falckenberg zu fahren – sie hat mich noch nie enttäuscht. Bisher war ich dort allerdings nur zu den sehr geselligen Ausstellungseröffnungen. Im Fall Wim Wenders habe ich die leider, leider verpasst, weshalb ich zur Abwechslung an einer Führung durch das fünfstöckige Fabrikgebäude teilgenommen habe. Abseits von Vernissagen und Führungen bleibt die Sammlung nämlich verschlossen.

Und, was habe ich über Wim Wenders gelernt? Seine Fotografien sind Bestandsaufnahmen. Klar, sogesehen ist jedes Foto eine Bestandsaufnahme, aber nicht automatisch mit dem Anspruch, Zeitgeschichte festzuhalten, Gesellschaften mit nur einem Bild widerzuspiegeln und aus einer Szene eine Narration zu entwickeln. Um der Führung nicht ihren Reiz zu stehlen, will ich nur so viel verraten: Ob kulturell oder politisch, hinter jedem der 60 großformatigen “places, strange and quiet” steckt eine spannende Geschichte, der mit Prosa an der Wand noch ein wenig auf die Sprünge geholfen wird.

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Ein Stück von Kenneth Grange: Type75 Mini

Foto: Theresa Senk

Kenneth Grange ist eine ziemlich große Nummer im Produktdesign, als 83-Jähriger aber nicht besonders gut vernetzt. Ein übersichtliches Profil sucht man vergebens. Keine Home. Nichts. Außer Wiki und Pressemitteilungen. Braucht er auch nicht mehr. Seine Entwürfe sind weltbekannt. Er hat die Silhouetten der 1970er Kodak-Kameras entworfen und die Londoner Taxi-Cabs re-designt. Mehr Beispiele sind wahrscheinlich nicht nötig, um seine Reichweite aufzuzeigen. Aber Moment, da wäre noch diese kleine weiße feine Tischlampe von Anglepoise.

Type75 Mini ist ihr Name und es ist ein riesen Zufall, dass sie bei mir gelandet ist. Fab sei Dank hat sie mich nicht viel gekostet. Und jetzt bewundere ich sie jeden Tag. Ihre Eleganz. Ihre Beweglichkeit. Diese perfekte Mischung aus auffällig und zurückhaltend. Und wenn sie ihren Kopf zu mir dreht, sieht sie auch noch aus wie eine animierte Pixar-Lampe. Was für immer, würd ich sagen.


Ach übrigens, ich habe eine Gans geschossen!

Foto: Theresa Senk

Ja wirklich, direkt bei mir um die Ecke! Ganz zufällig habe ich auf der Suche nach einem geeigneten Platz zum Kreidezeichnen eine Gans erwischt. Sie hat sich nicht erschrocken, wie man sieht. Sie ist vertieft, auf der Suche nach irgendetwas Schmackhaftem. In aller Seelenruhe. Sie hat schon klare Vorstellungen vom perfekten Gras-Mahl, aber zögert noch, weil alle Grashalme gleich aussehen, und sie sich deshalb nicht entscheiden kann. Klingt nach einem Luxus-Problem. So als könnte ich mich nicht zwischen den allesamt gelungenen Rezepten vom Kochhaus entscheiden. Heute war ich zum ersten Mal da. Und weil Liebe durch den Magen geht, liebe ich Hamburg noch mehr.


Der Zirkus ist nichts für mich, aber …

Natsko Seki: Circus – Aerial Ballet (links) und Circus – Whimsical Orchestra (rechts), 2008

… diese zwei Bilder hier von der japanischen Künstlerin Natsko Seki gefallen mir trotzdem. Ich finde sogar alle ihre Illustrationen ziemlich großartig. Natskos Ziel ist es, etwas Positives und Optimistisches mit einem guten Schuss Humor zu schaffen – kein Wunder also, dass ich auf Anhieb Fan geworden bin. Mann oder Frau kriegt mich schnell mit Humor und Optimismus.

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Rosinenpicker Pt.1 – mit Guided By Voices, First Aid Kid und The Magnetic Fields

So sehr ich die Kunst auch liebe und eine ausgeprägte Schwäche für gutes Design und schöne Bilder habe, ist es doch die Musik, die mich entscheidend prägt. Wahrscheinlich geht es euch ähnlich, berührt Musik doch viel intensiver und macht das Leben erst perfekt wie der Soundtrack den Film. Deshalb war es mir immer wichtig, nie den Anschluss zu verlieren, immer wieder neue Songs zu entdecken und den Soundtrack an mein Leben anzupassen. Nur so kann ich auch die alten Hits immer wieder lieben und aufleben lassen. Ich habe mir geschworen, nie in die Situation zu kommen, in der ich keinen Platz mehr für neue Musik habe. In der es schwierig bis unmöglich wird, nach neuen Stimmungsmachern zu suchen. Zugegeben, ich lese im Gegensatz zu früher keine oder nur noch in Ausnahmefällen Musikzeitschriften, weshalb ich aktuelle Veröffentlichungen schon mal verpasse. Aber über lang oder kurz erreichen mich die Perlen doch noch in regelmäßigen Abständen.

So soll es bleiben. Dafür steht auch diese neue Rubrik, die ich “Rosinenpicker” taufe. Einmal im Monat stelle ich euch meine meist gehörten Songs der letzten Tage vor. Es sind die Rosinen aus dem Studentenfutter (auf den Rest verzichte ich gerne). Hier kommt der erste Part von Rosinenpicker. Und wenn ihr keine Rosinen mögt, denkt an Schokolade oder Cupcakes.

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schön & ehrlich. heißt die neue Perle

Fotos: Theresa Senk

“Wie hast du uns gefunden?”, fragt mich Indra von schön & ehrlich. Ich weiß es nicht mehr, muss ich gestehen, bis wir irgendwann gemeinsam darauf kommen, dass ich sie über Rike von bastisRike entdeckt haben muss. Rike gehört nämlich zu den Kleinunternehmen mit Produkten “made in Germany”, die Indra und Christina für ihren erst wenige Tage alten Shop ausgewählt haben.

Da ist sie also, die neue Hamburger Perle für den Bereich Living und Papeterie. Entstanden aus einem Herzenswunsch beim Zusammensitzen auf dem Balkon im Sommer 2010: “Ein Laden mit Liebe zum Detail und Designern, die man liebt! Wie cool wäre es, sowas selbst zu machen?”, schildern die Gründerinnen Christina und Indra ihre bis heute anhaltene Euphorie. Über drei Jahre haben sie als Grafikdesigner in der selben Agentur gearbeitet. Irgendwann trennten sich die beruflichen Wege, der private Kontakt blieb und mit ihr die Idee für schön & ehrlich.

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Ein Paar für immer: Dose & Schneidebrett

Fotos: Theresa Senk

Seit wenigen Tagen habe ich einen neuen Mitbewohner in der Küche: das Schneidebrett nennt sich “Vintage Leaf” und soll der gleichnamigen Dose von Rex International Gesellschaft leisten. Richtig, das Ganze war eine Verkupplungsaktion, und sie hat funktioniert! Der Dose und dem Schneidebrett war sofort klar, dass sie perfekt zueinander passen. Nicht, dass dieses kleine Ereignis Relevanz hätte, aber ich bin mir sicher, das ist was für immer – für die beiden und für mich!


Word-Art Update: Vergangene Gespräche

(c) Theresa Senk

Geht es euch auch so wie mir? Bei so viel Word-Art, die tatsächlich anspricht, zum Beispiel diese hier oder die, bekommt man große Lust, selbst ein bisschen damit rumzuspielen. So kam mir heute die Idee, in Zukunft hin und wieder Updates zu einem bestimmten Thema in Form von Word-Art zu veröffentlichen. Meine erste simple Kreation stellt ein kleines Resümee vergangener Gespräche dar. Jetzt würde ich meinen ersten Versuch am liebsten noch mal abändern (komplett!), aber diese Erfahrung nehme ich einfach mit fürs nächste Mal. Ach ja, und macht sehr sehr gerne mit, wenn euch jetzt auch die Lust packt!


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