Beobachtungen eines Reisenden: strange and quiet places von Wim Wenders

Wim Wenders: Street Corner Butte, Montana, 2003, Courtesy Wenders Images

Oh wie ich mich am Sonntag gefreut habe, mal wieder nach Harburg in die Sammlung Falckenberg zu fahren – sie hat mich noch nie enttäuscht. Bisher war ich dort allerdings nur zu den sehr geselligen Ausstellungseröffnungen. Im Fall Wim Wenders habe ich die leider, leider verpasst, weshalb ich zur Abwechslung an einer Führung durch das fünfstöckige Fabrikgebäude teilgenommen habe. Abseits von Vernissagen und Führungen bleibt die Sammlung nämlich verschlossen.

Und, was habe ich über Wim Wenders gelernt? Seine Fotografien sind Bestandsaufnahmen. Klar, sogesehen ist jedes Foto eine Bestandsaufnahme, aber nicht automatisch mit dem Anspruch, Zeitgeschichte festzuhalten, Gesellschaften mit nur einem Bild widerzuspiegeln und aus einer Szene eine Narration zu entwickeln. Um der Führung nicht ihren Reiz zu stehlen, will ich nur so viel verraten: Ob kulturell oder politisch, hinter jedem der 60 großformatigen “places, strange and quiet” steckt eine spannende Geschichte, der mit Prosa an der Wand noch ein wenig auf die Sprünge geholfen wird.

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